Sächsische Tierseuchenkasse
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Geschrieben von Martin Kunze

Vorlage zur Erstellung eines betrieblichen Maßnahmenplans zur Bekämpfung von Tierseuchen in rinderhaltenden Betrieben

Im sächsischen Ausführungsgesetz zum neuen Tiergesundheitsgesetz vom 9.7.2014 wird der Tierhalter verpflichtet (§8) einen betrieblichen Maßnahmenplan zu erstellen, in dem für den Seuchenfall nötige Zuständigkeiten und Maßnahmen geregelt werden.

Um den Tierhaltern die Anfertigung eines solchen Plans zu erleichtern, hat der Rindergesundheitsdienst eine Vorlage ausgearbeitet, die sich für jeden Betrieb individuell anpassen lässt. Unter folgenden Link können Sie den Maßnahmeplan herunterladen und ausdrucken:

icon Betrieblicher Maßnahmenplan zur Bekämpfung von Tierseuchen (Rinder) (557.5 kB)

Geschrieben von Martin Kunze

Im Herbst wieder Gefahr von Todesfällen durch die Atypische Weidekrankheit!

Die Atypische Weidekrankheit oder kürzer Atypische Myopathie (AM) ist eine erworbene, höchstwahrscheinlich toxisch bedingte Störung des Muskelstoffwechsels bei Weidepferden in Europa und Nordamerika.

Die im Zeitraum von 2006 bis 2012 am häufigsten betroffenen Länder sind nach Angaben einer Zentraldatei der Universität Lüttich (Atypical Myopathy Alert Group, AMAG) Frankreich (393 Fälle), Belgien (191), Deutschland (187) und Großbritannien (132).

Auftreten der Erkrankung

Die AM steht im Zusammenhang mit jahreszeitlichen und den entsprechenden klimatischen Veränderungen. So tritt diese Erkrankung überwiegend im Herbst von Oktober bis Dezember und seltener im darauffolgenden Frühjahr von April bis Mai auf. Insbesondere nach wärmeren Tagen mit einem nächtlichen Temperaturabfall bis um den Gefrierpunkt erkranken Pferde an AM. Auch nach anderen Stresssituationen wie Training, Transport oder Narkosen sind Fälle beschrieben.

Neben einzelnen älteren Tieren sind vorwiegend jüngere Pferde bis zum Alter von 3 Jahren betroffen. Hengste weisen ebenso wie sehr schlanke Pferde ein erhöhtes Krankheitsrisiko auf. Pferde, die regelmäßig entwurmt und geimpft werden, sind seltener betroffen. Auch Tiere, die